Salvador Pastor Magazine 01
134 magazine ¿Warum hast du dich für den Beruf des Arquitecto Técnico entschieden? Es war keine bewusste Entscheidung. Nach dem Abitur habe ich mich für eine Ausbildung entschieden, die nichts mit Chemie zu tun hatte – denn Chemie mochte ich überhaupt nicht – und so wählte ich Arquitectura Técnica. Eigentlich hatte ich keine Verbindung zum Bauwesen, aber mein Vater war Flugmechaniker und handwerklich sehr begabt. Immer, wenn er zu Hause etwas erledigen oder reparieren musste, habe ich ihm dabei geholfen. Ich lief ihm ständig hinterher, reparierte Sachen und hantierte mit den Werkzeugen. Das gefiel mir. Und später hat es mir auch sehr geholfen. Was macht ein Arquitecto Técnico? Im Gegensatz zum Architekten kreieren wird nicht. Der Architekt entwirft und erstellt das Design. Der Arquitecto Técnico hingegen ist dafür verantwortlich, dass die Bauausführung korrekt verläuft und die Kosten stimmen. Unsere Arbeit basiert auf der Herausforderung, die Dinge bestmöglich auszuführen und aus einem Minimum an Qualität das Maximale herauszuholen. Worin liegen deine Hauptaufgaben als Präsident der CPAAT? Im Prinzip hat dieses Amt nur eine zentrale Aufgabe, nämlich den Beruf in der Gesellschaft neu zu verankern. Außerdem geht es darum, sich um die Fragen und Anliegen der Kollegen zu kümmern, behördliche Angelegenheiten zu klären und auch zukünftige Leitlinien für den Berufsstand festzulegen. Eine meiner Hauptaufgaben als Präsident ist die ständige Weiterbildung der Berufsausübenden. Wir haben eine Stiftung, die sich der Fortbildung widmet und Kurse zu aktuellen Themen anbietet: neue Materialien, Energieeffizienz, Bauvorschriften etc. So wollen wir erreichen, dass sich alle Verbandsmitglieder immer auf dem neuesten Stand befinden. Warum sind die Anlaufstellen des Next-Generation-Fonds so wichtig? Hierbei geht es um Einrichtungen, die sich mit den Bürgern gemeinsam um deren Anliegen kümmern. Und das tun sie kostenfrei. Dies ist möglich, weil die teilnehmenden Berufsverbände von der Balearen-Regierung finanziert werden. Diese aus europäischen Fonds stammenden Beilhilfen, die für Erneuerung und Sanierung eingesetzt werden, decken bis zu 80 % der von der Gemeinde oder dem Bürger getätigten Investitionen ab und werden zu einem nicht rückzahlbaren Satz gewährt. INTERVIEW LUÍS ALFONSO DE LEÓN
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